Ausbildungsmarktzahlen geben Grund zur Sorge

Ausbildungsmarktzahlen geben Grund zur Sorge

Die neuen Zahlen vom Ausbildungsmarkt zeigen deutlich zwei alarmierende Trends:

1. Sinkende Nachfrage:
Laut offiziellen Angaben gibt es immer weniger Ausbildungssuchende. Die Bundesagentur für Arbeit bezifferte die Zahl noch suchender Jugendlicher auf 9.600, das sind 4.900 weniger als noch im letzten Jahr. Diese Zahl darf jedoch angezweifelt werden. Es gibt viele Langzeitsuchende, die bereits seit Jahren nach einer Ausbildung suchen und sich daher nicht mehr melden. Gewerkschaften beziffern die Zahlen sogar auf bis zu 100.000. Insgesamt ist jedoch festzuhalten, dass es immer weniger Schulabgänger in den nächsten Jahren geben wird und daher die Zahl der erstmalig Suchenden zurückgeht.

2. Sinkendes Angebot:
Dieses Jahr haben laut Bundesagentur für Arbeit die Unternehmen 475.400 Ausbildungsplätze angeboten, das sind 36.200 oder 7,1% weniger als noch im letzten Jahr. Es zeigt sich, dass nicht allein die Wirtschaftskrise den Ausbildungsmarkt fest im Griff hat. Es gib in vielen Regionen Deutschlands kaum Anreize, langfristig in ein Unternehmen zu investieren wenn die Bevölkerung immer mehr altert und die Zahl der Schulabgänger immer mehr zurückgeht. Dazu muss man kein Wissenschaftler sein, um zu diesem Schluss zu kommen.

Alarmierend ist auch die Zahl noch offener Ausbildungsplätze. Besonders im höherqualifizierten Bereich suchen viele Unternehmen noch nach jungen Auszubildenden.
Die Zahlen belaufen sich nach BA-Angaben auf 20.500 Stellen.
Wenn nicht bald eine Trendwende vollzogen wird und Deutschland weiter durch qualitativ gute Arbeit einen guten internationalen Ruf behält wird sich die Situation auf dem Ausbildungs- und Stellenmarkt weiter verschärfen.

Bei Fragen oder Meinungen wendet euch einfach an Dirk-Duering@web.de

 

 

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